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Comics bei den Lesehelden

Gegen die Langeweile in den Ferien helfen Comics, da waren sich Kinder und Betreuerinnen schnell einig. Im Workshop konnten die Kinder die große Vielfalt unterschiedlicher Comics kennenlernen. Außerdem machten wir uns Gedanken, wie Comics Geschichten erzählen, wie das Aussehen und die Form von Panels wirken, welche Figuren sich für ein Comic eignen, wie Sprechblasen eingebettet werden und welche Soundwörter häufig und ausdrucksstark verwendet werden.
Insgesamt ein tolles Projekt. Besonders viel Spaß hatten die Kinder beim Gestalten des eigenen Comics. Glücklich und stolz und wurden am letzten Veranstaltungstag die Ergebnisse auch den Eltern präsentiert. So ist uns in Kooperation mit dem Caritasverband Iserlohn, Hemer, Menden, Balve e.V. ein wirlich wunderbares Projekt gelungen.

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„Das verschlossene Zimmer“ von Rachel Givney     im Literaturtreff am 07. Juli 2022

Das verschlossene Zimmer spielt in Krakau im Jahr 1939. Alle Zeichen stehen auf Krieg, denn das deutsche Reich treibt seine Angriffspläne auf Polen unbarmherzig voran. Die junge Marie aber beschäftigen ganz andere Fragen: Wer ist ihre Mutter? Warum verschwand sie, als Marie noch ein Klein-kind war? Und warum verweigert ihr Vater, ein renommierter Arzt, jedes Gespräch über sie? Nicht einmal den Namen gibt er preis. Der Vater lebt sehr zurückgezogen, hat keine Freunde, spricht nie über seine Herkunft, weil er fürchtet, dass jemand hinter sein Geheimnis kommen könnte. Neben der Suche nach ihrer Mutter konzentriert sich Marie darauf Medizin zu studieren. Auch hier wird sie von ihrem Vater nicht unterstützt. Als sie ihren Freund aus Kindertagen, den jungen Juden Ben heiraten will, kommt es zum Bruch zwischen Vater und Tochter. In einer zweiten Zeitebene nach dem ersten Weltkrieg wird das Schicksal von Maries Eltern, Dominik und Helena, geschildert und das Geheimnis wird auf den letzten Seiten gelüftet. Die Mutter Helena hat nach dem Tod des Vaters seine Stelle eingenommen, Medizin studiert und Marie allein erzogen.

In der ausgesprochen regen Diskussion der zahlreichen Teilnehmer stand zuerst die bedrückende Aktualität des Krieges in der Ukraine im Vordergrund. Die Frage ist es möglich, dass eine Frau als Mann durchgeht, wurde kontrovers diskutiert. Warum hat der Vater der Tochter nie die Wahrheit gesagt, war für einige unverständlich, andere vertraten die Meinung: So eine Lüge muss man unbedingt für sich behalten. Welche Alternativen gibt es? Warum konvertiert Marie zum Judentum wurde intensiv besprochen. War ihr klar, was das bedeutet? Wie weit dürfen Eltern gehen um ihr Kinder zu schützen?

Marie kann nicht Medizin studieren, Frauen werden zum Studium nicht zugelassen. Warum unterstützt ihr Vater sie nicht in diesem Wunsch, sondern setzt alles daran sie zu verheiraten. Ein komplexer Roman, der gekonnt die Spannung bis zum Schluss hält und allen sehr gut gefallen hat.

Einhellige Meinung: Sehr empfehlenswert und auch für Jugendliche geeignet.

„Stay away from Gretchen“ – Eine unmögliche Liebe

Im Literaturtreff am 12. Mai 2022

In diesem Roman von Susanne Abel geht es um eine große Liebe in dunkler Zeit. Die Teilnehmerinnen waren ergriffen von dieser berührenden Geschichte.

Der erfolgreiche Moderator Tom hat von jetzt auf gleich ein riesiges Problem: seine Mutter Greta ist dement. Sie hatte das, so gut es ging, lange verheimlicht und sich selbst mit Erinnerungszetteln  durch den Alltag geholfen, aber nun strandet sie plötzlich mit ihrem Auto fernab von zu Hause auf der Autobahn und das Drama nimmt seinen Lauf. Der Sohn erfährt erst jetzt vom Flüchtlingsschicksal seiner Mutter. Erstmals in ihrem Leben erzählt Greta von sich, von ihrer Kindheit in Preußisch Eylau mit den geliebten Großeltern, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter. Die Nachkriegsjahre erlebt sie in Heidelberg und hier lernt die junge Greta den Soldaten Bob, ein Afro-Amerikaner, kennen und lieben. Sie bekommen ihre kleine Tochter Marie, dürfen aber wegen der Gesetze zur Rassentrennung nicht heiraten. Bob versucht in Amerika eine Erlaubnis zu bekommen, aber er darf nicht nach Deutschland zurückkehren. Da Greta noch nicht volljährig ist, übernimmt das Jugendamt die Vormundschaft über die kleine Marie. Als Gretas Vater aus der Kriegsgefangenschaft kommt, ist für sie und Greta kein Platz mehr und Marie muss in ein Kinderheim. Greta verliert den Kampf um ihr Kind. Marie wird zu Adoptiveltern nach Amerika gebracht. Dies alles erfährt Tom nach und nach und beginnt zu recherchieren.

Die Teilnehmerinnen waren sich einig. Ein ergreifender Roman. wie ein Tatsachenbericht mit großem Erkenntnisgewinn: 
Ein Roman über großes Glück und großes Leid
Ein Roman über Rassismus
Ein Roman über Gleichberechtigung
Ein Roman über die deutsche Nachkriegszeit

Dieser Debütroman von Susanne Abel bot jede Menge Diskussionsstoff und alle Teilnehmerinnen hoffen auf einen neuen Roman dieser Autorin.

Was macht man denn mit einem guten Buch?

Die neuen LeseHelden und Leseheldinnen im Caritas Kindergarten Iserlohn kennen sich aus: wie lange es dauert bis ein Buch entsteht und selber eins basteln hat die Wertschätzung für Bücher enorm gesteigert. Außerdem kennen sie die Regeln zum Verhalten in einer Bücherei.

Herzlichen Glückwunsch! Hoffentlich kommt ihr uns bald in der Bücherei besuchen.

Eine intensive Bücherwoche erlebten die Vorschulkinder im AWO Familienzentrum Dürerstraße Iserlohn

Gemeinsam haben wir viele Geschichten gelesen und viel rund um Bücher und Büchereien gelernt. Wie ein Buch hergestellt wird, von der Idee zur Geschichte über die Entstehung der passenden Bilder, der Suche nach dem richtigen Verlag, der Arbeit im Lektorat und in der Druckerei bis hin zum Vertrieb in die Buchhandlungen und Bibliotheken. Die jungen LeseHelden und LeseHeldinnen kennen sich jetzt aus! Dabei haben sie in dieser Projektwoche ihr eigenes Buch gebastelt und sogar mit einem gewachsten Faden selbständig das Buch gebunden. Herzlichen Glückwunsch liebe LeseHelden-Kinder!